Wieso Veränderungen in deinem Leben so unglaublich wichtig sind

Wieso Veränderungen in deinem Leben so unglaublich wichtig sind

Einleitung

Arten von Veränderungen

           Veränderungen, die wir nicht beeinflussen können

            Veränderungen, auf die wir einen Einfluss haben

Warum ist Veränderung so schwierig?

Wie kann ich mich verändern?

Fazit

Du hast dieses Gefühl in deiner Magengegend, dass du nicht genau beschreiben kannst. In deinem selbstgeschaffenen, kleinen Mikrokosmos läuft alles so, wie es laufen soll. Jedoch spürst du eine tiefe Unzufriedenheit in dir und hast keine Lust mehr nur den gleichen Menschen zu begegnen und stundenlang übers Wetter zu philosophieren. Viel lieber würdest du gerne anfangen mehr Bücher zu lesen und weniger Zeit vor deinem Bildschirm verbringen. Du merkst, du brauchst eine Veränderung. Und wir Menschen brauchen Veränderungen, denn sie machen uns langfristig zufriedener im Leben.

 

„Nur wer sich ändert, bleibt sich treu.“ – Wolf Biermann

Dabei müssen wir zwei Arten von Veränderungen voneinander unterschieden.

1. Veränderungen auf die wir keinen Einfluss haben

2. Veränderungen die aus unserer Motivation heraus entstehen

 

Veränderungen, auf die wir keinen Einfluss haben

Zum einen gibt es die Veränderungen, auf die wir keinen Einfluss haben und die plötzlich auf uns zukommen. Du wirst gekündigt, deine Freundin verlässt dich oder du erbst eine große Geldsumme. Dabei hast du keinen Einfluss auf den weiteren Verlauf, sondern bist lediglich in der Position auf die Situation zu reagieren. 

Bevor du alle um dich herum dafür verantwortlich machst, was in deinem Leben alles schief läuft, solltest du einen Moment innehalten und überlegen, ob du wirklich keinen Einfluss auf die Situation hast. Womöglich schiebst du wichtige Entscheidungen so lange vor dich her, bis dir die Entscheidung abgenommen wird.

 

Als Beispiel: Du wirst auf der Arbeit fristlos gekündigt.

 

War die Kündigung wirklich so unerwartet oder hast du die Situation schöngeredet und mögliche Anzeichen ignoriert? Vielleicht hast du das letzte Gespräch mit deinem Chef nicht ernst genommen? Womöglich kam die Kündigung gar nicht so plötzlich, wie du gedacht hast?

 

Veränderungen, auf die wir einen Einfluss haben

Ich möchte den Fokus auf Veränderungen legen, auf die du aktiven Einfluss hast und die aus deiner persönlichen Motivation heraus geboren werden. Dabei geht es vor allem um Veränderungen, von denen du weißt, dass sie dir gut tun werden. Es sind Veränderungen, zu denen du von niemandem gezwungen wirst.

 

Hier kommt aber auch der kritische Punkt: Machst du wirklich etwas, gegen die aufkeimende Unzufriedenheit in deinem Leben, oder steckst du sie in eine Kiste, mit den all den anderen Dingen, mit denen du dich gerade nicht beschäftigen möchtest, weil _________ (hier Ausrede deiner Wahl einfügen).

 

Die traurige Wahrheit ist: Es ist den anderen egal, ob du morgen früh beschließt mit dem Rauchen aufzuhören oder ob du eine ganze Schachtel am Tag verqualmst. Und die anderen scheren sich auch nicht darum, ob du dich heute aufraffst für deine Prüfung zu lernen oder anfängst die Kacheln in deinem Badezimmer zu zählen. Es sind übrigens 64.

 

Du alleine trägst die Verantwortung für dein Leben.

  

 

 

 

 

 

Wieso fallen uns Veränderungen so schwer?

Es könnte doch so einfach sein:
 

1. Schritt: Du nimmst dir was vor.

2. Schritt: Du setzte es um.

3. Schritt: Du hast eine Veränderung vollzogen. Voilà.

 

Schön wär‘s. Das „Problem“ bei Veränderungen ist, dass man Willenskraft benötigt, um diese durchzusetzen. Jedoch sind wir Menschen mit Leib und Seele Gewohnheitstiere, sodass ungefähr 30 bis 50 Prozent unseres Alltags wir von unseren Gewohnheiten bestimmt. Dabei geht es deinem Gehirn mächtig auf den Wecker, wenn du versuchst etwas an deinem bequemen Leben zu ändern und begibt sich in Alarmbereitschaft. Jede Veränderung kostet uns viel Energie. Diese Energie wird in Form von Willenskraft deutlich.

 

Dabei ist Willenskraft eine endliche Ressource. Wie ein Akku, der am Tag nur eine begrenzte Kapazität besitzt. Und nachdem du deinen Willenskraft-Akku für den Tag aufgebracht hast, wirst du dich am Abend eher mit einer Tafel Schokolade vor deiner Netflix-Serie wiederfinden, anstatt dich noch zum Sport aufzuraffen.

 

Dabei gibt es zwei wesentliche Anreize für Veränderungen:

1) Belohnung – Du erhoffst dir einen positiven Wandel

2) Bestrafung – Du hast Angst vor den negativen Konsequenzen, wenn du dein Verhalten nicht ändern solltest

 

Der erste Schritt, um Veränderungen in seinem Leben zu etablieren, ist, sie aufzuschreiben. Deswegen eine Mini-Übung für dich:

 

Nimm dir ein Blatt Papier und einen Stift und beantworte für dich selber die folgenden Fragen:

1. Was würdest du gerne in deinem Leben verändern?

2. Wieso möchtest du diese Veränderung in deinem Leben? Fällt der Wunsch nach einer Verhaltensänderung eher in die Kategorie Belohnung oder Bestrafung?

Dabei musst du dir bewusst werden, dass Veränderungen nie gradlinig verlaufen. Es wird, vor allem am Anfang, gute und schlechte Tage geben. Der anfängliche Motivationsschub den du verspürst, nachdem du zum ersten Mal in deinem Leben joggen warst wird früher oder später schwinden.


Du musst dir immer vor Augen führen wieso du die Veränderung in deinem Leben möchtest und dir der Tatsache bewusst werden, dass es Rüc
kschläge geben wird.

Und dass das vollkommen in Ordnung ist. Denn Veränderungen brauchen Zeit. Auch wenn uns die Gesellschaft oft etwas anderes suggeriert.

 

Die Gefahr lauert dabei hinter der „Ist-jetzt-eh-alles-egal-Attitüde“, denn es ist nicht egal! Wenn du eine Woche lang nicht so sehr auf deinen neuen Ernährungsplan geachtet hast, heißt das nicht, dass du dir jetzt noch zwei Tafeln Schokolade reinziehen solltest, nachdem du schon die Pizza mit dem gutem Käserand verschlungen hast.

 

Wie kannst du dich verändern?

Neue Wege der VeränderungDas ist wohl die krönende Frage bei der ganzen Angelegenheit. Ich möchte dir sieben Anreize geben, die dir bei deiner Veränderung helfen sollen.

 

 

 

 1. Fang‘ einfach an.

Es gibt viele Gründe, die uns davon abhalten anzufangen. Die Angst zu scheitern, die Angst vor dem unbekannten oder diese destruktive Stimme in deinem Hinterkopf, die lautstark verkündet, dass dein Vorhaben kompletter Irrsinn ist. Wenn du lange genug suchst, wirst du tausende von Gründen finden, wieso du es nicht tun solltest.

 

Aber, fang‘ doch erst einmal an! Danach kannst du dir immer noch den Kopf über alles mögliche zerbrechen.

 

2. Freunde dich mit deiner Angst an

angst habenEs ist ganz natürlich, dass Veränderungen dir Angst machen. Denn unser Gehirn mag es nicht sich auf etwas Neues einstellen zu müssen. Entsprechend bedeutet Veränderung die Aufwendung von Energie und Willenskraft. Und das im schlimmsten Fall über Jahre hinweg.

Versuche zu überlegen, welche geistigen Steine du dir selber in den Weg legen könntest. Schreibe alle Zweifel auf, die du hast. Was wäre das schlimmste, was passieren könnte, wenn du dein neues Vorhaben in die Tat umsetzt? Sind deine Zweifel realistisch?

 

3. Baby-Steps

Du möchtest eine Stunde am Tag meditieren. Sehr vorbildlich. Die ersten drei Tage laufen super. An Tag vier wird aus der Stunde eine halbe Stunde. Puh, jetzt eine Pause. Tag fünf wird ausgelassen. Und ehe du dich versiehst war deine letzte einstündige Meditationssession drei Wochen her.

 

Nimm’ dir nicht zu viel vor. Besser du übst eine neue Gewohnheit kurz, aber regelmäßig ein. Wie wäre es für den Anfang mit drei Minuten meditieren am Tag? Drei Minuten hat jeder. Danach dann kannst du dich immer noch kontinuierlich steigern.


Und wenn du an einem Tag Lust auf eine Stunde Meditation hast – Go for it. Aber wenn du dir ein kleines Limit setzt, dann erfüllst du jeden Tag dein Soll, hast etwas geschafft und machst womöglich sogar mehr als du dir in Vorhinein vorgenommen hast.

 

4. Grabe tiefer

Schaue dir nicht nur an was du verändern möchtest, sondern gehe tiefer und überlege, welche Gründe es für dein unerwünschtes Verhalten gibt. Versuche herauszufinden, ob es bestimmte trigger (auslösende Impulse) gibt.

 

Du möchtest dich zum Beispiel gesünder ernähren. Jedoch stellst du fest, dass du über den Hunger hinaus isst, wenn du abends vor dem Fernseher hockst.

 

Dein trigger mehr zu essen wäre das Fernsehen schauen. Sprich, du solltest dir überlegen, ob du nicht komplett damit aufhören solltest vor dem Fernseher zu essen.

 

5. Scheitern ist (k)eine Option

Womöglich ist der der Vergangenheit einer der Pläne fehlgeschlagen und du blickst voller Scham darauf zurück. Du hast Angst, dass du noch einmal untergehst. Du denkst an deine Freunde die dich belächeln werden, wenn du es wieder nicht schaffst deine Pläne in die Tat umsetzen. Aber das ist genau die falsche Einstellung. Du musst es immer so sehen – egal womit du anfängst, sogar wenn du scheitern solltest. Du lernst IMMER etwas neues dazu.

 

Weißt du was die erfolgreichen Menschen von den weniger erfolgreichen unterscheidet? Die erfolgreichen Scheitern öfter. Denn wenn du nichts versuchst, kann du auch nicht daran wachsen. So einfach ist es.

 

6. Vergleiche dich nicht

kräftemessen vergleichEs gibt diese Menschen auf der Welt, die gefühlt alles beim ersten Versuch schaffen. Sie sind beruflich an dem Punkt, an dem du stehen möchtest und du denkst dir nur „Verdammt, wieso schafft er das, aber ich kriege es einfach nicht auf die Kette.“ Vor allem in den Zeiten von Social Media sieht es so aus, als hätte jeder sein Leben in Griff und würde regelmäßig in den Sonnenuntergang reiten. 

 

Alle, außer dir, der mit irgendwelchen popeligen Veränderung hadert. Auch wenn es schwer ist sich dessen vollkommen zu entziehen, aber du solltest aufhören dich zu vergleichen und in deinem eigenen Tempo dein Ding machen. Damit kommst du nicht nur besser, sonder auch wesentlich entspannter an dein Ziel. 

 

7. Routine ist der Schlüssel

Die ersten Tag bist du super motiviert. Du joggst nicht die 3km, die du dir vorgenommen hast, sondern sogar 5. Der Läuferkarriere steht nichts mehr im Wege…bis eine Woche vergangen ist. Der Himmel ist von einem strahlenden blau durchzogen, du kramst dein Fernglas hervor und erblickst in weiter Ferne eine Wolke am Horizont auf dich zukommen. Mist. Heute joggen ist nicht, könnte ja regnen. Und genau deswegen brauchst du einen Plan.

 

Einer meiner Lieblings-Youtuber Matt D’Avella benutzt die 2-Tages-Regel, um neue Gewohnheiten zu kreieren. Das Prinzip ist einfach: Egal, was du in deinem Leben etablieren möchtest – du darfst nie länger als einen Tage Pause dazwischen haben.

 

Um das Ganze zu visualisieren kannst du dir eine Kalendervorlage ausdrucken und an einen Ort hängen, an dem diese gut sichtbar ist. Jeden Tag, an dem du deine neue Gewohnheit umgesetzt hast, kannst du (stolz) ein Kreuzchen hinsetzen.

 

Fazit

Die Schwierigkeit bei Veränderungen verbirgt sich hinter dem Lösen von alten Mustern und dem etablieren von neuen Gewohnheiten. Dabei stehen wir oft selber im Weg. Jedoch darfst du dich von Rückschlägen nicht entmutigen lassen. Dann wirst du langfristig mit einem zufriedeneren Leben belohnt.

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