Negative Glaubenssätze: 4 Tipps, die dich befreien
Negative Glaubenssätze

Negative Glaubenssätze: 4 Tipps, die dich befreien

Du versuchst das Beste aus dir herauszuholen. Du willst eine glückliche Beziehung führen, viel Geld verdienen oder das Durchhaltevermögen aufbringen, um eine angefangene Sache auch zu Ende zu bringen. Aber es klappt einfach nicht, obwohl du es wirklich versuchst.

Denn da gibt es diese destruktive Stimme, die sich in deinem Hinterkopf einschleicht, die dir sagt:

  • „Ich bin nicht gut genug, um beruflich erfolgreich zu sein.“
  • „Ich bin nicht attraktiv genug, um eine glückliche Beziehung zu führen.“
  • „Ich bist nicht ______ genug, um _______.“

Jeder von uns hat negative Glaubenssätze in sich verankert. Manche sind sich dessen bewusst, andere eher weniger. Die negativen Gedanken werden dann jeden Tag aufs neue gelebt und beeinflussen unseren Alltag. Und das nicht zum positiven.

 

Du erschaffst deine eigene Realität

Ein weiser Mann hat einmal gesagt:

Negative Glaubenssätze

Mit deinen Gedanken erschaffst du deine eigene Realität. Denn auf der Welt gibt es keine vollkommene Wahrheit. Es gibt nur die eine Wahrheit, die du für dich selber als Wahrheit empfindest.

Ein Beispiel

Stell‘ dir vor du hast Geburtstag und fünf Personen gratulieren dir. Deine Eltern und deine drei engsten Freunde. Sonst niemand.

Nehmen wir zwei gegensätzliche Glaubenssätze:

  • Glaubenssatz 1: „Ich werde geliebt.“
  • Glaubenssatz 2: „Niemand liebt mich.“

Wenn du den Glaubenssatz 1 „Ich werde geliebt“ verinnerlicht hast, wirst du dich wahrscheinlich sehr darüber freuen, dass die wichtigsten Menschen in deinem Leben an dich gedacht haben. Du weißt, dass du geliebt wirst.

Hast du jedoch den Satz „Niemand liebt mich.“ im Kopf, wirst du dich mit der mickrigen Anzahl an Glückwünschen nur darin bestätigt führen. Ich meine, es haben nur fünf Leute gratuliert. Britney Spears gratulieren bestimmt tausende von Menschen.

Und TADAA – du hast dir deine eigene Realität geschaffen. Und das alleine durch deine Gedanken.

 

Woher kommen negative Glaubenssätze?

Unsere Glaubenssätze sind, wie du dir sicher vorstellen kannst, nicht angeboren. Sie entstehen im Laufe unseres Lebens. Wir werden dabei von unserem Umfeld und unseren eigenen Erfahrungen geprägt.

Wenn deine Eltern dir früher gesagt haben: „Kind, alle reichen Menschen sind schlechte Menschen.“, kann du so einen negativen Glaubenssatz unbewusst verinnerlichen. Obwohl dich diese Einstellung im Zukunft möglicherweise davon abhalten wird kluge finanzielle Entscheidungen zu treffen.

 

Wie kann man das Muster der negativen Gedanken durchbrechen?

Schön und gut, dass solche negativen Gedanken in jedem von uns verankert sind, aber die wesentliche Frage ist doch: Wie kann man sie denn los werden?

 

1) Erkenne deine negativen Glaubenssätze

Schreibe deine negativen Glaubenssätze auf und versuche sie zu entkräften.

Lautet dein Glaubenssatz „Ich schaffe die Prüfung nicht.“ Suche nach Gegenargumenten, die deinen negativen Glaubenssatz entkräften.

Gegenargument:

  • Hast du 100% bei der Vorbereitung gegeben?
  • Andere Leute habe die Prüfung schon vor dir bestanden.
  • Du hast auch schon andere schwere Prüfung in der Vergangenheit hinbekommen.

Dann merkst du bestimmt bei einigen deiner Glaubenssätze, dass sie sehr einfach mit Gegenargumenten zu entkräften sind.

Aber trotzdem ist da diese innere Stimme, die dir sagt: „Na und? Gegenargumente hin oder her, du schaffst die Prüfung trotzdem nicht.“

 

2) Hol‘ dir Hilfe

Frag‘ jemanden aus deinem Freundeskreis, ob er mit dir zusammen deine Glaubenssätze durchgeht.

Zu einem fallen anderen Menschen oft viel bessere Gegenargumente ein, da sie deine Probleme aus einer anderen Perspektive betrachten.

Und zum anderen bekommst du es von jemand anderen gesagt als dir selber. Das hilft oft enorm.

 

3) Hinterfrage deine Glaubenssätze regelmäßig

Je älter wir werden, desto mehr haben wir uns über alles eine Meinung gebildet. Wir wissen welche politische Richtung wir bevorzugen, welche Art von Menschen wir mögen und welche Glaubenssätze für uns funktionieren. Angeblich.

Wenn du dich selber dabei erwischst, dass du dir denkst:

„Die Menschheit ist schlecht.“

„Ich bin nicht schön genug.“

„Das Leben ist grausam.“

Versuche dich im Leben aktiv nach Gegenbeispielen umzuschauen.

Denn du machst oft das Gegenteil. Du suchst nach Situationen, die deine Glaubenssätze bestätigen. Das führt zum sogenannten Bestätigungsfehler (Confirmation Bias). Das heißt, du sucht immer nur nach der Bestätigung einer Hypothese und blendest alle gegenteiligen Handlungen aus.

Wenn du in den Nachrichten einen Beitrag über Terroristen siehst, fühlst du dich in deinem Glaubenssatz „Die Menschheit ist schlecht.“ bekräftigt, obwohl es da draußen Millionen von anderen Personen gibt, die wirklich tolle Dinge tun.

 

4) Verwandle deine negativen Glaubenssätze in positive

Du hast deine negativen Glaubenssätze identifizieren. Jetzt solltest du versuchen diese in positive Glaubenssätze umzuwandeln.

Anstatt zu sagen     „Ich schaffe die Prüfung nicht.“

Kannst du es mit     „Ich schaffe die Prüfung, wenn ich fleißig lerne.“ versuchen.

Es hört sich simpel an, aber es kann dir enorm dabei helfen deinen Alltag und dein Weltbild ins Positive zu verändern.

 

Mach‘ dir deine negativen Glaubenssätze bewusst

Deine Glaubenssätze und die daraus entstehenden Gedanken beeinflussten deinen Alltag. Sie können dich daran hindern ein glücklicheres Leben zu führen. Deswegen ist es wichtig, dass du deine negativen Glaubenssätze erkennst und daran arbeitest sie in positive zu verwandeln. Dabei sollte es dir auch nicht unangenehmen sein Hilfe zu holen. Auch wenn es ein längerer Prozess ist, der sich nicht von heute auf morgen vollzieht, lohnt es sich deine Zeit darin zu investieren.

Schreibe einen Kommentar